Geschichte

1996 wurde Susanna Schmid-German vom ehemaligen Tourismusdirektor Ernst Baumberger angefragt, ob sie mithelfen würde einen Erlebnisweg zu gestalten. Der Weg war vorgegeben, nämlich der bestehende Panoramaweg von der Mägisalp über Gummen nach Bidmi.

Da Zwerge im Haslital Tradition haben, beschloss Susanna Schmid-German zu diesem Thema eine Geschichte, genau dem Weg entlang zu schreiben und malen. Muggestutz wird in einem alten Sagenbuch "Zelleni us em Haslital" als der älteste Haslizwerg und der Zwergenkönig beschrieben. Alle Namen der Zwerge stammen aus diesem Buch und haben einen geschichtlichen Hintergrund.

Susanna Schmid-German war wichtig, dass die Geschichte und die Bilder identisch mit dem Weg und der Umgebung sind. Erst nach unzähligen Begehungen im Frühling, Sommer und Herbst bei Sonnenschein und Regen begann Susanna Schmid-German die Geschichte aufzuschreiben. Viele originelle Anregungen kamen von ihren Söhnen. Schwierig war, mehrere Erlebnisposten zu erfinden und einzuflechten, bei denen die Kinder die Geschichte spielerisch nacherleben können. z. B. "Tannenzapfentröchni, Adlerschaukel, Reeberchens Häuschen, Höhle.

Erst als Susanna Schmid-German die Geschichte fertig geschrieben hatte, begann sie die Bilder zu malen. Dazu benutzte sie Acrylfarben. Die Originale sind 30x30 cm, also etwas grösser als im Buch abgebildet. Da Susanna Schmid-German das Zeichnen und Malen nie von Grund auf gelernt hatte, war sie bei ihrem Erstlingswerk sehr unsicher, ob es bei den Kindern und Erwachsenen ankommt.

Alle Beteiligten, die zuständig für den Wegbau waren, zeigten von Anfang an grosse Begeisterung für dieses Projekt und bereicherten die Erlebnisposten mit eigenen Ideen. Ein lustiges Erlebnis hatten die zwei Werkmänner, als sie die "Tannenzapfentröchni" aufbauten. Immer wieder kamen Wanderer vorbei und erkundigten sich, was sie denn da bauen. Wahrheitsgetreu berichteten sie, mit genauen Erklärungen, was da entstehe. Natürlich glaubten ihnen die meisten Wanderer nicht, da es ja eine Tannenzapfentröchni nicht gibt! Ein Gast wurde gar so böse, dass er drohte, dies der Direktion des Tourismusbüros oder der Bahn zu melden.

Auch die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung war hervorragend. Der Arbeitsaufwand für das ganze Projekt betrug für Susanna Schmid-German über 1000 Stunden. Ein Kinderbuch zu schreiben und malen erfordert sehr viel Ausdauer, bereitet jedoch auch sehr viel Freude.

Am 3. Oktober 1997 kam das erste Kinderbuch von Susanna Schmid-German heraus. Es war ein unbeschreibliches Gefühl als sie eine Stunde vor der Vernissage ihr Werk in den Händen hielt. Die Begeisterung und die Reaktionen der Kinder, ihre Fragen und Anregungen bestärkten sie in ihrem Entscheid, die märchenhafte Geschichte von Muggestutz fortzusetzen.

Susanna Schmid-German liegt alles daran, dass der Zwergenweg stets gepflegt ist. Sie wandert ein bis zwei mal pro Woche über den Weg, sammelt Kehricht, putzt die Tannenzapfentröchni, sucht Tannenzapfen, näht wenn nötig neue Säcke, hängt in Reeberchens Häuschen frische Kräuter auf, putzt auch dort, jätet den Garten und bringt immer wieder kleine Kristalle, die ihr die Strahler vom Haslital bringen, in die Höhle.

Besonders erfreulich ist, dass noch nie etwas mutwillig beschädigt wurde.

Die unzähligen, tollen Begegnungen mit Menschen, die spüren, was sie mit ihren Geschichten will, sind für Susanna Schmid-German eine riesige Bereicherung, der schönste Lohn den man sich vorstellen kann.

Chronologie
Juni 1996
Erste Begehung über den zukünftigen Zwergenweg
3. Oktober 1997
Buch-Vernissage "Muggestutz der Haslizwerg, Abenteuer auf dem Zwergenweg"
20. November 1997
Uraufführung des Puppentheaters von Tobias Loosli
20. Juni 1998
Eröffnung des Zwergenweges von der Mägisalp über Gummen nach Bidmi
Juni 1998
Hörspielkassette kommt in den Verkauf
22. September 1999
Buch-Vernissage "Muggestutz der Haslizwerg, ein aussergewöhnlicher Winter"
Mai 2000
Hörspielkassette des zweiten Buches ist fertig
21. Juni 2003
Buch-Vernissage "Muggestutz und das Haus im Bannwald" und Hörspiel-CD-Taufe
31. Dezember 2003
Bereits sind über 11'000 Bücher und 5'000 CD's von "Muggestutz und das Haus im Bannwald" verkauft worden
Februar 2004
Neu gibt es das Hörspiel von "Muggestutz und das Haus im Bannwald" auch auf Kassette
Juli 2007
Fertigstellung Wasserspiel auf dem Zwergenweg Käserstatt - Lischen.
29. Juli 08
Buch-Vernissage "Muggestutz die geheimnissvolle Begegnung"

Auszeichnungen
Wirtschaftsförderpreis der Amtsersparniskasse Oberhasli
Zwölf Firmen, Organisationen und Einzelpersonen aus dem Oberhasli bewarben sich um den Wirtschaftsförderpreis, der erstmals vergeben wurde. Das Projekt Muggestutz mit dem Zwergenweg, dem Kinderbuch und dem Puppentheater wurde von der fünfköpfigen Jury für seine ausserordentliche Leistung mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Internationaler Tourismuspreis
Die deutsche Zeitschrift "Sonntag Aktuell" führte einen internationalen Tourismus-Ideenwettbewerb durch. Aus den 250 Ideenvorschlägen hatte die Jury fünf Gewinner auszuwählen. Ausgezeichnet wurden drei Ideen aus Deutschland, eine aus Österreich und das Projekt "Muggestutz der Haslizwerg" aus der Schweiz.
Wirtschaftsförderpreis des Kantons Bern, MachBär
MachBär ist ein Verein im Kanton Bern, der Spitzenleistungen in Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Verwaltung honoriert. Von den vielen eingegangenen Projekte wurde durch eine Jury in Form einer Vorausscheidung fünf Spitzenleistungen ausgewählt zu denen auch das Projekt "Muggestutz" gehörte. Zum 1. Preis reichte es nicht, jedoch war es eine grosse Ehre zu den Nominierten zu gehören.
Bestsellerliste
Kurz nach erscheinen des Buches "Muggestutz der Haslizwerg" belegte das Kinderbuch einige Wochen lang den 2. Platz in der "Hitparade", eine zeitlang sogar den 1. Platz.
Das goldige Chrönli
Die Hörspielkassette zum Buch "Muggestutz der Haslizwerg — Abenteuer auf dem Zwergenweg“ wurde mit dem „goldige Chrönli“ ausgezeichnet, eine Auszeichnung für empfehlenswerte Hörspiele."
Auch die Hörspiel-MC zum Buch „Muggestutz der Haslizwerg - Ein aussergewöhnlicher Winter“ ist von der Jury mit dem „Märchen-Oskar“ ausgezeichnet worden.